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Wissensdatenbank

Energetische Sanierung des Reha-Spezialkrankenhauses

Projekt: Energetische Sanierung und Schadensbehebung nach dem Erdbeben
Investor: Spezialkrankenhaus für medizinische Rehabilitation Krapinske Toplice
Fertigstellungsjahr: 2023
Projektwert: 9,8 Millionen Euro

Umfang

Das Projekt der energetischen Sanierung des Spezialkrankenhauses für medizinische Rehabilitation Krapinske Toplice umfasste den Umbau des Heizraumes, der Hauptwärmestation, der Wärmeverteilstationen und der Lüftungszentralen, den Bau eines neuen Umspannwerks, die Implementierung eines zentralen Überwachungs- und Leitsystems (ZLS) sowie den Bau einer Photovoltaikanlage. Die Arbeiten umfassten maschinenbauliche, elektrotechnische und bauliche Maßnahmen an mehreren Standorten innerhalb des aktiven Krankenhauskomplexes – mit vollständiger Koordination der EU-Projektfristen.

Das Heizsystem basierte auf Gas-Warmwasser- und Dampfkesseln älterer Generation. Das geothermische Potenzial des Standorts war ungenutzt, die Energieinfrastruktur war teilweise veraltet, und die Leitsysteme waren nicht in ein einheitliches Überwachungssystem integriert. Ein Teil der Infrastruktur wurde durch das Erdbeben beschädigt, was eine gleichzeitige Sanierung und Modernisierung erforderte.

Unser Ansatz

Die veralteten Gaskessel wurden durch hocheffiziente Brennwertgeräte ersetzt. Als primäre Wärmequelle wurden Wasser/Wasser-Geothermie-Wärmepumpen installiert, die das geothermische Potenzial des Standorts für die Raumheizung, Klimatisierung und Warmwasserbereitung nutzen. Das Arbeitsmedium in den Wärmepumpen ist das umweltfreundliche Kältemittel R134A. Die Brennwertkessel wurden als hocheffiziente Systemreserve beibehalten.

Ein neues Umspannwerk mit zwei Transformatoren wurde gebaut sowie ein neues Kommunikationsnetz zwischen den Gebäuden, das alle Stationen in einem einheitlichen Heizungs- und Lüftungssystem unter einem zentralen Überwachungs- und Leitsystem (ZLS) verbindet. Als zusätzliche erneuerbare Energiequelle wurde eine Photovoltaikanlage errichtet.

Jeder Eingriff wurde phasenweise geplant, mit präzise koordinierten Umschaltungen zwischen Alt- und Neusystem. Das Krankenhaus konnte während der gesamten Bauzeit seinen Betrieb ohne Einschränkungen aufrechterhalten, mit kontinuierlicher Versorgung mit Wärme und Strom.

Der Krankenhauskomplex erhielt ein modernes Energiesystem, bei dem Geothermie die primäre Wärmequelle darstellt – mit hocheffizienter Brennwertreserve und zentralisierter Echtzeit-Überwachung. Die Energieeffizienz, die Versorgungssicherheit und der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtverbrauch des Komplexes wurden erhöht.

Technische Daten

3.100 kW
Brennwert-Gaskessel
4.152 kW
Wasser/Wasser-Geothermie-Wärmepumpen
630 kVA + 1.000 kVA
Neues Umspannwerk
40 kWp
Photovoltaikanlage
Steuerung
ZLS (Zentrales Leitsystem), Echtzeit-Überwachung

Projektfotos